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Nachdem wir letztes Jahr im Oktober unsere Urlaube mit 10 Tagen Kroatien beendet hatten und dies unglaublich entspannend war, wollten wir unseren diesjährigen Urlaub dort beginnen. Vorweggeschickt sei, dass uns auch dieses Jahr unsere eigentlichen Urlaubspläne mit Norwegen wieder (wie bereits letztes Jahr) versagt geblieben sind. Aber 2009 klappts ja dann doch hoffentlich.
Eigentlich wollten wir nur an das obere Ende der Adria und ein paar Tage faulenzen, tauchen, schnorcheln. Im Norden Kroatiens war aber alles hoffnungslos überlaufen - und das Mitte Mai. Auf Krk konnte man auf den Campingplätzen nicht mal ein freies Plätzchen ergattern. Also fuhren wir weiter gen Süden - denn Zeit hatten wir ja.

Da wir im Herbst in Pakostane einen gar netten Campingplatz gefunden hatten - der vor allem für unseren Hundling (der musste da 10 Tag nicht an die Leine!) paradiesisch war, machten wir uns auf den Weg dorthin. Leider war der auch geradezu überfüllt. Nun denn - auf in eine kleine Bucht noch etwas weiter südlich - dort fanden wir im Herbst drei kleine von Kroaten geführte Campingplätze. Platz genug und da geblieben.

Unser Vergnügen währte jedoch nicht lange. Denn bereits nach ein paar Tagen fielen dort die Dauercamper ein wie die Heuschrecken und nahmen alles in Besitz - Ende des Idylls.
Ein österreichischer Herr bekam gleich zu Anfang einen Schreianfall als unser Hund nach dem Schwimmen ohne Leine aus dem Meer kam - weil er hat ja seine Katzen mit dabei und die könnten von meinem Hundling ja gefressen werden. Gleich musste er auch noch zum Besitzer laufen und sich beschweren - der kam am Abend dann mit seinem 3 Monate alten Welpen ohne Leine an und lies ihn am Platz rumlaufen und erklärte mir mit einem Lächeln "das sind Ihre Landsleute".
Eine deutsche Dame musste sich unglaublich beim Besitzer des Campingplatzes beschweren, da über den neu errichteten Toilettanlagen die männlein und weiblein Zeichen noch nicht aufgemalt waren - ein Blick hinter die Tür hätte gezeigt, dass in den rechten Räumen frei einsehbare, nicht hinter Türen verborgene und an den Wänden angebrachte Klomuschen vorhanden waren, die ja wohl kaum für den weiblichen Teil der Bevölkerung vorgesehen sind.
Ein Bayer der als erstes seine blau-weiße Flagge hisste, noch bevor er seinen Wohnwagen abstelle, ereiferte sich am zweiten Tag unbändig darüber, dass eine dänische Dame ihre Wäsche im Waschbecken für's Geschirr gewaschen hatte und nervte den Besitzer damit, sofort und auf der Stelle ein entsprechendes Verbotsschild bei den Waschbecken anzubringen. Am nächsten Tag erklärte er mir mit verschwörerischer Stimme hinter vorgehaltener Hand beim Abwasch welche Ferkel doch hier rumlaufen würden.

An diesem Punkt tat mir der Besitzer des Platzes schon ziemlich leid - das alles in der ersten Woche der Saison!
Am dritten Tag wurde uns der Meerblick durch angereiste Wiener genommen, die mit Scheibtruhe und Schaufel (!!!) bewaffnet als erstes anfingen, ihre Parzelle umzugraben und aufzuschütten und - weil jetzt sind wir ja im Ausland, miteinander Englisch mit schlimmsten Wiener Akzent (heast Oida - unser b(i)eer is better than here, you know ) in einer derartigen Lautstärke redeten, dass man bis Mitternacht kein Auge zubekam.
Dann haben wir die Flucht ergriffen.

Schön ist es ja rund um Pakostane - gleich hinter der Küste ragen die Gipfel des Velebit auf. Das Meer ist traumhaft - beim Schnorcheln unglaubliche Fischschwärme, zahlreiche Kraken und wirklich gute Sicht. Sogar einen Schwarm Delphine sahen wir von der Küstenstraße aus. Auch der Vrana See eignet sich bestens um zu paddeln, zum schwimmen und zum fischen. Aber zukünftig suchen wir uns einen Campingplatz OHNE Dauercamper! Und damit nicht nur gemault wird - ein deutsches Ehepaar auf dem CP waren sehr nette Leutchen - erzählten uns von ihren ersten Urlauben nach Dänemark im 2 CV und hatten mit unserem Hundling und seiner Verspieltheit eine riesen Freude.

Unsere Flucht führte uns auf die Insel Pag. Im Herbst bei einem Ausflug entdecken wir die Insel und es gefiel uns schon ausgesprochen gut. Ganz im Norden an der Stichstraße nach Lun befinden sich ein paar ganz kleine, sehr versteckte und mit einem großen Wohnmobil nicht zu erreichende Campingplätze. Wir fanden einen echten Geheimtipp - in einem Tal mit eigenem Kiesstrand, terrassenförmig unter uralten Steineichen und Olivenbäumen angelegt. Im Sommer ein kleines Restaurant mit Grill dabei. Und als wir ankamen genau ein weiterer Gast und das sollte dann die nächsten 10 Tage auch so bleiben. Wir fanden unser kleines Paradies.

Ein Stück entlang den Klippen gabs dann einen kleinen Hafen mit Sandstrand an dem der Hund fetzen und wir baden und an den Klippen schnorcheln konnten ohne dass ein einziger Mensch vorbei gekommen wäre. Ein paar Ausflüge auf der Insel unternommen, Offroad gefahren und sonst den lieben langen Tag in der Hängematte unter den Steineichen verbracht, aufs Meer geschaut und die Seele baumeln lassen und aufgetankt für die "Anstrengungen" die unsere weitere Reise ja noch bringen sollte.

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